Neues Holz für Glockenturm von St. Anna

Bei der Arbeit im Glockenturm von St. Anna: Handwerker Sebastian Sperl
Bildrechte Klotz / Dekanat

Der Glockenturm von Kirche St. Anna hat neue Handläufe bekommen. Die Arbeiten übernahm Schreiner Sebastian Sperl von der Holzwerkstatt Sperl aus Friedberg. Die größte Herausforderung bei den Arbeiten im Turm beschreibt er so: "Alles schief, nichts gerade."

Für die Handläufe verwendete Sperl Lärchenholz. Da im Dachstuhl und in der Treppe des Glockenturms Nadelholz verbaut ist, fiel die Entscheidung bewusst auf ein ebenfalls nadelholzartiges Material. Lärche sei hart und widerstandsfähig und füge sich stimmig in den Bestand ein, so Sperl.

Der Einbau der Handläufe erfolgte innerhalb eines halben Tages, die Fertigung inklusive der Trocknungszeiten der Oberflächen dauerte rund eine Woche. Entstanden sind maßgefertigte Einzelstücke, die die Sicherheit im Glockenturm erhöhen, ohne sich gestalterisch in den Vordergrund zu drängen.

Für Sebastian Sperl liegt der Reiz solcher Arbeiten in der Einmaligkeit des Ortes: "Sind wir mal ehrlich, wer darf schon in einem uralten Glockenturm was Neues einbauen. Ich denke mir immer, was diese Stufen schon alles miterlebt haben müssen."

Der Glockenturm von St. Anna stammt von Elias Holl und ist architektonisch außergewöhnlich. Ab einer gewissen Höhe wurde er um 45 Grad verdreht weitergebaut.